2010 GoBaltic

7ontrack Gobaltic2010

28.05.2010
Tag der Anreise nach Kiel. Für uns beide natürlich ein Vorteil. Nur mal kurz durch die Stadt und rüber zum Ostuferhafen. Martina, HP und Holger brachen gegen 15:00 Uhr in Ganderkesee auf und kamen sehr gut durch, wie sie mir berichteten. Hanna und Volker kamen direkt von Karl aus Jübeck zu uns. Die beiden sind heute morgen gegen 09:30 Uhr in Lemwerder aufgebrochen. Susanne und ich erwarteten die beiden gegen 19:00 Uhr direkt bei uns vor der Haustür. Ein Smalltalk mit Karl via Handy und schon begann auch die Reise für uns beide. 20 Minuten später trafen wir am Terminal der Lisco Fähre in Kiel Dietrichsdorf ein.
Große Wiedersehensfreude, auch wenn wir uns das Wochenende zuvor beim F650 Nordtreffen in den Hüttener Bergen erst gesehen hatten.

Die ganze Reise war von langer Hand vorbereitet worden.
Die Idee entstand auf einem BMW Motorradtreffen in Thüringen, abends am Lagerfeuer aus der Bierlaune heraus erzählte ich, das ich noch mal gerne in den russischen Teil von Ostpreussen und wieder mal nach Masuren wollte. Da wurden die Anderen wissbegierig und wollten mehr wissen. So entstand die Idee, das einige mitfahren wollten. Es war halt dieser kleine Kreis von Leuten. Die Idee wuchs und wuchs, wir vermittelten die Ideen unseren Freunden. Pitter und Angelika wollten auch mit. Mittlerweile malten wir diese Idee aus. Nur nicht mehr durch Ostpreussen, sondern jetzt von Klaipeda eine Rundfahrt durch Lettland und Litauen. Für 11 Tage hatten wir alle einen Zeitraum gefunden, der für uns relevant war und für alle gut in die Jahresplanung passte. Eigentlich zur kurz.
Im Januar trafen sich alle Teilnehmer zu einem Vortreffen zwecks Abstimmung in Sahlenburg bei Cuxhaven. 2 Ferienwohnungen sollten wir 9 Leute reichen.
Ein verlängertes tolles Wochenende bei klirrender Kälte an der Nordsee. Ideen wurden ausgetauscht und auf einen Nenner gebracht. Leider mussten Angelika und Pitter absagen, es gibt Dinge, wo die Gesundheit einfach wichtiger ist.

Holger übernahm die Hotelbuchungen, nach und nach hatten wir alle Unterkünfte zusammen, die an der mittlerweile fertigen Routenplanung lagen.
Ein kleiner IT Supergau sorgte dafür, das die Routen weg waren, HP hatte zum Glück einen Vorentwurf von mir zugesandt bekommen. Die machte er wieder lesbar und schickte sie mir zu. Der Tag der Anreise rückte näher.

Das Wiedersehen am Terminal wie immer herzlichst gelaunt, nur jetzt nicht nur mal ein Wochenende, sondern einfach mal zusammen Urlaub.
Gegen 20:30 Uhr rollten wir auf Gate 2 vor die Fähre.
Welch Schreck !
An Holgers Hinterrad lösten sich bei einem fast neuen Reifen die Mittelstollen. Oha, ob das gut geht?

Der Aufruf erfolgte und es ging an Oberdeck durch die ganzen LKW’s hindurch.

Ärgerlich waren hier nur die alten nassen versauten Zurrgurte, hier schmierten wir uns gleich einige Sachen ein.
Tatsächlich waren wir nicht die einzigen Motorradfahrer, insgesamt fast 20 Maschinen machten sich auf dem Weg nach Litauen. Schnell auf die Kabine, raus aus den Mopettenklamotten. Schon holten wir das erste Bier, dann sogar ansehnliche Preise. Ein windgeschützter Platz an Oberdeck und gemütlicher Smalltalk beim Auslaufen in Kiel. Gegen 22:00 Uhr machte der Dampfer die Leinen los und gluckerte gemütlich aus der abendlichen Kieler Förde raus.
Es wurde kühler und wir vernaschten die letzten Frikadellen und einen Maikringel mit Marzipan, ein letztes Bier und alle Augen wurden müde.

29.05.2010
Tag auf See
Holger und ich hatten eine Kabine, ich schlief die Nacht über wunderbar. Irgendwie wußte ich am Vorabend nicht mehr, wo der Wecker ist. Tatsächlich weckte er um 06:30 Uhr zum normalen alltäglichen Wecken. Mensch ich hab doch Urlaub. Leichte Kopfschmerzen, vielleicht vom Bier oder von den Vibrationen des Schiffes ?
Jedenfalls unter die Dusche und ab zum Frühstück. Ein deftiger Frühstückbrunch erwartete uns alle. Typisch für östliche Länder, gehaltvoll, kräftig und fettig.
Die Sonne erwartete uns an Oberdeck, wir liessen alle einfach die Seele baumeln und genossen die Überfahrt. Gemütliches Talken, in der Sonne liegen oder dies und das tun. Allmählich kam Land in Sicht, man erkannte schon die Wolkenbänder an der Küstenlinie. Der Navi sagte etwas um die 40 km.
Die Silhouette von Klaipeda wurde sichtbar. Eine Stunde später liefen wir auch schon ein, es dauerte eine Zeit bis wir fest am Ufer lagen.

Alle wurden ungeduldig und wollten von der Fähre runter. Endlich durften wir den Startknopf unserer Reiseenduros drücken und die 800er Motoren fingen an zu blubbern. Im Konvoi ging die ganze Gruppe durch den Zoll, dort durften wir ohne Fragereien durch fahren.
Mal sehen wie die Karten von Andris funktionieren, irgendetwas hatte ich falsch gemacht beim installieren. Aber der Navi zeigte dennoch einwandfrei an.
Es dauerte einen Moment bis wir aus der Freihafenzone draussen waren, dazu musste ich mich erstmal an die Leute hinter mir gewöhnen. Die Reihenfolge stand noch nicht so ganz fest. Aber das ist ein Thema für den nächsten morgen. Erstmal das Hotel finden und gut ist.
Es dauerte nicht lange, dann war auch das gefunden. Die Gruppe wurde schon erwartet. Alle waren wir begeistert von dem Hotel, große saubere geräumige Zimmer.
Zwar hatten wir mittags schon unseren Lunch gehabt, aber das war schon wieder einige Stunden her. In die Altstadt von Klaipeda sollte das nicht weit sein. Entlang einer Strasse kamen wir auch schnell dort hin. An der Ecke vom Marktplatz, wo das Ännchen von Tharau steht, fanden wir eine Lokalität. Nett gemütlich saßen wir in bequemen Stühlen, hier lief auch der Fernseher. Eigentlich wunderbar, wo an diesem Abend doch Europäische Song Contest lief, sehr passend.
Die erste Runde mit dem dunklen Bier wurde bestellt, dann ging es auch schon los. Schön war, das unsere Deutsche Lena hier auch gewann. Dementsprechend waren wir natürlich auch gut drauf. Irgendwann in der Nacht gingen wir zurück ins Hotel, gut gelaunt bei guter Stimmung schliefen wir schnell ein.

30.05.2010
Der erste Schotter
Die Sonne lachte uns an, endlich geht es richtig los. Einteilung der Formation, hinter mir Martina, Hanna, Susanne, Volker, Holger und Hans Peter. Mal sehen wie das passen wird. Kurz noch Tanken, dann ging es Richtung Kretinga, Skuodo. Die Erinnerung kamen schnell wieder, wie damals auf der Ostseerunde. Die endlosen langen Strassen, aber das schöne sind die Blicke in diese Weite, immer wieder mal ein paar Storchennester und die alten Häuser.

Hinter Skuodo gingen wir über die Grenze nach Lettland, ein paar Kilometer erreichten wir unsere erste Schotterpiste. Unendlich zog sie sich durch das wundervolle Grenzland, ich weiß nicht mehr wie viele Kilometer es waren, irgendwie zwischen 50 und 80 km.

An der Venta entdeckte Hans-Peter wären eines Stops direkt am Fluss eine kleine Feuerstelle, ein bisschen Offroad und schnell saßen wir dort unten in einer traumhaften Atmosphäre. Kochten uns einen Kaffee, jeder holte schnell was aus den Taschen und so genossen wir die Ruhe und entspannten uns.

Nach ausgiebiger Pause trennten wir die Gruppe in Asphalt und Schotterfahrer auf, die einen nahmen den direkten Weg nach Kuldiga und die anderen die geplante Schotterstrecke.
In Kuldiga trafen wir uns an der Brücke über die Venta, auch hier wieder ein toller Blick, es ist gerade die Stelle, wo ein kleiner Wasserfall über die ganze Flussbreite zu sehen ist.
Erstmal Geld besorgen, der Magen knurrte. Direkt in der kleinen Altstadt mit ihren Holzhäusern fanden wir eine kleine Kneipe. Dort saßen wir draussen am Bach. Nette Stimmung unter den Leuten. Gut gesättigt brummelten wir anschliessend durch Kuldiga durch, ein bisschen Baustelle hier und da und dann ging es Richtung Ventspils zum Nabite Campingplatz am See. Den Tip hatten wir von Andris.

Hier bezogen wir zwei kleine Holzhütten, ein reines Männerhaus und ein Frauenhaus. Unten am See auf dem Steg begann unser Sid-Inn, leckeres Bier, Wodka von der Fähre und die Stimmung in dieser Natur einfach genial.

Als es dann kühl wurde sind wir in ein kleines Häuschen mit Bänken und Tischen gegangen. Locker Lustig mit duseligen Kopf hüpften wir dann in die Betten.

31.05.2010
So wie wir ins Bett sind, dementsprechend fühlten wir uns an diesem Morgen auch…der Wodka hinterliess seine Spuren. Ein ausgiebiges Frühstück machte alles lockerer und irgendwann kamen wir dann auch los. Die Route kurz geändert und erstmal Richtung Ventspils. Ich wollte den Schotteranteil am führen morgen reduzieren, was nicht so ganz klappte. Jedenfalls fuhren wir dann einfach weiter, weites Land und die Venta schneidet sich durch das seichte Land, einfach traumhaft anzusehen.

In Ventspils wurde nur kurz getankt, danach ging es sofort weiter Richtung Kap Kolka. Einige Fischerdörfer sollten an der Küstenlinie auf uns warten. Die Strecke war nicht einfach zu fahren. Mal Asphalt, mal Schotter oder Baustellen. Jedenfalls vergingen so Kilometer über Kilometer bis wir unseren ersten Punkt hatten, um vom Möppi abzusteigen. Die erste Baustelle kam bei Irbenes. Ein rote Ampel zwang uns zum Warten. Hans-Peter der mit Holger zusammen die Nachhut bildet hatten sich ein bisschen zurückfallen lassen, einfach um einmal zu sehen, wie schnell man sich auf so einer gut ausgebauten breiten Schotterstrecke bewegen kann. Mit stolzer Brust sagte er, 165 km/h und da ist noch Luft. Okay wenn das ein erfahrende Rallyesieger sagt, dann kann man alles gut abschätzen.
Der Leuchtturm in Mikelbaka war unserer ersten Punkt zum Sightseeing. Einsam und verlassen steht er am vor einem Kieferstreifen direkt am Meer. Eigentlich war auch Zeit für ein Pause, aber es war überhaupt nicht daran zu denken. Die Mücken jagten uns Überfallartig und hier konnte weiß Gott keiner Ruhe finden.
Hans-Peter entdecke ein kleine Querverbindung zwischen diesem und dem nächsten Dorf durch den Wald. Während Fahrt ging das ja gut mit diesen Steckdingern. Mal wieder so ein little Adventure. Zwei Spuren zogen sich durch den Wald, festen Boden, manchmal ein bisschen Eng aber wehe dem man stand. Im nächsten Moment hatte man hunderte von Mücken um sich herum schwirren.
So zog es uns weiter und weiter, ein nächster Versuch in Sikrene verursachte „eigentlich“ ein Missachtung der StVO Lettlands, aber ein liebe nette ältere Dame schickte uns mit dem Hinweis dort durch, das wir hier an den Strand kommen. Einige ältere Frauchen standen um einen alten VW LT mit Hochdach herum und ich wunderte mich schon was diese dort machen. Es war ein Lebensmittelmarkt auf Rädern.
Direkt an den Dünen ein toller Parkplatz mit Weichsand. Ein Holzsteg führte über den Dünenkamm an die Ostsee. Hier plesterte der Wind schon ordentlich. Aber einfach Zeit ohne Mücken mal in Ruhe zu entspannen. Holger nutzte die Chance ein Autoüberfahrt für Allrad an den Strand zu nutzen und konnte sich hier ein bisschen austoben.

Der nächste Ort hieß Mazirbe, der war schon „etwas“ mehr Touristisch. Leider kein Kaffee oder etwas anderes. Tolle bunte Häuser prägen das Bild dieses schönen Küstenstreifens. Hier wurde auch wieder nach einigem Suchen ein Strandparkplatz gefunden, im windgeschützten Bereich überfielen uns wieder diese Stechdinger. Schnell wurden alle notwendigen Taschen gegriffen und so gingen wir die Dünen. Ein windgeschütztes Plätzchen ohne Mücken wurde gefunden. Raus mit Kocher und Topf, Wasser rein, Becher raus, löslichen Kaffee rein, Wasser drauf und fertig war der Kaffee. Dazu Süßigkeiten, Wurst und Käse, übrigens nette Konstellation.
Gut gestärkt brummelten wir über die irre lange Schotterpiste nach Kap Kolka.
Die Helme durften wir in der Info lassen, die Motorräder wurden abgeschlossen und ca. 300 Meter vom Parkplatz kamen wir an das Kap. Es war zwar keine Steilküste wie erwartet, aber irgendwie wie ein verwunschener traumhaften hübscher Landstreifen.

Links die Ostsee und rechts die Rigaer Bucht. Man sah richtig, wie sich die Strömungen und Winde die Wellen gegeneinander schlugen. Dazu ein toller Strand und die von der rauen Seeluft gegerbten abgestorbenen Bäume.

Wir hatten inzwischen viel Zeit vertüttelt, der Schotteranteil sollte aus Konzentrationsgründen minimalisiert werden. Über die P121 kamen wir nach Dundage, ein wunderhübsches altes Schloss stand hier umgeben von Seen. Zeit die Beine zu vertreten. Nächstes Ziel war Talsi, wir nutzten den Ort als Einkaufsstop für das abendliche Selber kochen. Die drei Frauen übernahmen die Aufgaben.
Wir kürzten die Strecke hier über Stende und Renda direkt nach Nabite Camping ab. Nur Hans-Peter und Holger hatten noch die Konzentration, die geplante Strecke zu fahren. Die beiden waren tatsächlich ehr wie wir am Campingplatz. Ein gemütlicher Abend, der auf dem Steg am See anfing mit einigen guten Kaffeebechern voller Wodka in lockerer Runde führte uns dann nach einigen Stunden ins Bett.

01.06.2010
„Der längste Tag“
Draussen war es nass, über Nacht gab es Regen. Heute morgen standen wir früh auf. Es war der Tag der längsten Etappe. Ich als Guide hatte in bisschen Bauchschmerzen ob alles zu leicht zu realisieren ging. Mit dieser tollen Truppe liess sich das aber wunderbar machen.
Frühstück, packen, Regenzeug an und die Mopetten gurgelten vor sich hin. Alte Formation nach Kuldiga, kurz tanken und weiter. Über Renda nach Sabile.

Hier ein kleiner Fotostop für ein Grundstück voller Strohpuppen, die bunt angezogen in allen Arten dort auf dem Rasen stand. Richtig nett gemacht. Die Landschaft auf dieser Ecke wirklich beeindruckend. Nicht wie meist diese irren langen geraden Strassen, wo nur die Erhebungen für Abwechslung sorgten. Ich glaube Andris schrieb mir im Vorwege der Reise, das man diese Ecke die lettische Schweiz nennt. Über Kandava über die große Strasse nach Riga. Wir fuhren hier nicht über die Autobahn durch, sondern genossen wenigstens ein bisschen Rigaer Flair. Weiter im Regen nach Sigulda, hier eine ausgiebige Kaffeepause mit Kuchen bei einer Konditorei.
Mittlerweile schüttete es in Strömen. Der Regen setzte aus und wir fuhren gemeinsam zur Gauja runter. Turaida war auf dem Programm, aber bei diesem wieder einsetzenden Regen hatte nicht wirklich jeder Lust dazu. Nächstes Ziel war die Fähre von Ligate. Die Strasse führte uns Richtung Cesis, aber vorher bogen wir Rechts rein. Schnell stellten wir fest, das die Strecke für einigen von schwerer zu befahren war und wir teilten uns auf. Susanne, Hanna und Volker nahmen den Weg über Cesis nach Marciena und wir den anderen Weg über Ligate entlang der geplanten Strecke.
So schnell konnte man die Strecke nicht befahren, denn man musste ständig damit rechnen, das einem ein schwer beladener Holzlaster entgegen kam.
Es ist schon ein komischer Gefühl, wenn einem so ein schwerbeladener LKW entgegen kam. Es war an der Stelle, wo Martina und ich auf der Strecke auf die anderen warteten. Die Zeit war zu lang, Sorge kam auf. Ist es das jemanden was passiert ist, oder hoffentlich etwas anderes. Mir wurde mulmig und sagte Martina das ich den anderen entgegen fahren. Irgendwie drehte ich fürchterlich am Kabel, 140 km/h gingen, ich war selber überrascht. Die Strecke war gut einsehbar. Holger kam mir schon hektisch entgegen, das bedeutete eigentlich nichts gutes, aber einfach weiter, wird schon passen.
Ich traf dort ein, der erste Gedanke alle da, wunderbar!
Susanne, Hanna und Volker hatten sich nur anders entschieden und wollten auf festen Untergründen fahren.
Kein Problem für alle, wir trennten uns wieder in zwei Gruppen auf. Das tolle ist einfach, man kann sich ganz und gar aufeinander verlassen. Ich bin irre froh mit solchen Leuten unterwegs zu sein, da steckt einfach jeder mal für den anderen zurück, das zeichnet diese Leute aus.
Okay, die Klärung war da und ich schreibe aus meiner Sicht weiter. Zu viert sind Holger, Martina, HP und ich dann Richtung Ligatne Fähre gefahren. Da stand schon wieder mal so ein riesiger Holzlaster im Weg, aber es passte gut.

Da war endlich die Gauja! Die Holzfähre von der Andris mir in seinen Mails erzählt hatte. Irgendwie sehr gut von Ihm beschrieben. Der Fährmann war schon ganz nervös als Holger und ich dort unten standen. Ich teilte ihm mit, das wir noch auf 2 warten.
Es war ein bisschen Angst im Spiel, wie ist die Holzfähre, es hatte schließlich geregnet. Ist es dort glatt, rutschen wir vielleicht auf dem Holz aus ? Aber alles völlig easy! Wir rollten rauf und setzen gemütlich über. Tolle Ausblicke über die Gauja, irgendwie im Wunderland. Kaum drüben, setzte der Regen aus, irgendwie wie damals 2007 mit dem Shortway! So brummelten wir zu viert Richtung der Kuku Cliffs.
Ein traumafte Landschaft die rechts und links mit uns fuhr. Einige Kilometer später kamen wir zum Abzweig zum Kuku Cliff. Riesige Pfützen bahnten sich dem Weg entlang. Ich fuhr einfach durch! Mitten im Wald ein Parkplatz, von dort aus setzen wir den Weg zu Fuss weiter. Ca. 300 Meter und ein tolle traumhafte Ecke bot sich unseren Blicken.

Einfach unbeschreiblich was sich hier für jeden in Gedanken abspielte. Es ist für jeden sehr sehr empfehlenswert. Von dort aus weiter zum Svart Rock. Es kam Müdigkeit in mir auf, der Tag war schon lang. Martina machte dort fazinierende Bilder. Aufbruch, es ging weiter. Ein bisschen Testen und schon waren wir an der Weiterfahrt verhindert, also umkehren. So dengelten wir gemütlich der Strecke entlang.
Auf der Autobahn zwischen Cesis und Sigulda nahm ich den falschen Abbieger und wir landeten auf einer schmierigen Tonpiste und mussten drehen, wir änderten die Strecke aus Zeitgründen. So brummelten wir auf dem direkten Weg zum Gutshof Marciena. Ein traumhaftes Ambiente, was Holger uns dort ausgesucht hatte. Vorher rief Volker schon an was wir zu Essen haben wollten, auch das passte mal wieder typisch für diese Gruppe. Einer für alle und alle für einen!

Ein wundervolles altes Gut, wunderschön restauriert. Als wir dann gemeinsam zum Essen gingen, waren es über 400 gefahrene Kilometer. Der Kellner bat uns hinein, ein Tisch nur für uns mit viel Mühe eingedeckt. Ein dunkles Jagdzimmer, dazu im Kerzenschein und so schmausten wir traumhaft gut. Nach einigen Beluga Vodkas wurden die Lieder schwer und die Heia rief ganz einfach.
So ein Tag, der sehr anstrengend war ging toll zu Ende.

02.06.2010
Marciena-Dridzi
Ich bin irgendwie froh das ich Andris vor drei Jahren im F650 Forum kennengelernt habe. Er ist Lette und arbeitete seinerzeit im Landwirtschaftsministerium, über den ganzen Winter hatten wir viel ausgetauscht und ich habe jede Menge nützliche Information von ihm erhalten. Immer wieder hier und da kleine Tips, wo etwas schön ist oder wo man langfahren sollte. Es zahlte sich aus mit der Streckenführung. Alleine der gestrige Tag mit dem Gauja-Nationalpark.
Wir durften alle wieder fürstlich fühstücken im alten Gutshof, dieses mal im Barocksaal an einem wundervollen Büffet. Gut gestärkt sattelten wir die Motorräder und mussten uns leider verabschieden.

Ein kleiner Navigationsfehler meinerseits trennte die Gruppe kurzfristig, führte uns aber über einen Umweg wieder zusammen, einfach so das wir uns nicht verfehlen. Die Karten sind mittlerweile sehr genau, wozu hat man das Handy um sie kurz zusammen zu telefonieren. Dafür kamen wir wieder in den Genuss eine sehr lange Schotterpiste über die P82 zu fahren. Erstes Ziel sollte an diesem Tag der große See Lubana sein, der der größte See Lettlands sein sollte. Wieder und wieder war für die nach mir fahrenden Staub schlucken angesagt. Es war hier vermutlich längere Zeit trocken, daher diese Verwirbelungen.

Holger und Hanna hatten andere Idee und wir vereinbarten einen Treffpunkt südlich von Rezekne nördlich vom Raznas Ezers (See). Der Rest der Truppe fuhr weiter bis Meirare und bogen dort Richtung See weiter, tatsächlich mal ein Stück Asphalt. Aber das hielt nicht lange an und die ersten großen Schilfgürtel zeigten sich. Eins hatten wir alle vergessen! Unsere Kraftstoffvorräte neigten sich dem Ende. Der Navi zeigte noch weit weit für die nächste Möglichkeit der Kraftstoffbetankung an. Also einfach nicht so hart am Kabel ziehen. Hier war die Schotterpiste doch ein bisschen brutaler. Nördlich des Sees fuhren wir über einen Kilometerlangen Damm, der das Sumpfgebiet vom See trennt. Ein Art Wehr nutzen Letten dort zum Angeln, wir hingegen machten dort auch eine Rast, einfach mal wieder die Möglichkeit Wasser zu sich zu nehmen. Denn an diesem Tag war es richtig warm. Hans-Peter sagte ich solle mir keine Sorgen machen wegen dem Sprit, irgendwie kommen wir schon an etwas. Zur Not musste halt irgendwo gefragt werden.

Holger hatte ja seine 5 Liter Reserve mit, kündigte aber spaßeshalber an, sein Sprit würde von km zu km teuer werden, wenn wir ihn benötigen. Scherzeshalber drohten wir ihm mit Ertränken im See. In Gaigalava war noch mal eine schöne Kirche zu sehen, dann brachen wir die Tour ab, um die nächste Möglichkeit zum tanken zu nutzen. Meine Anzeige zeigte noch Sprit für 12 km an.

Kurz vor Audrini fanden wir dann die Erlösung.
Wir mussten lachen, denn mir kam die Erinnerung, das wir hier wie damals den Sprit vorordern und bezahlen mussten. Ist halt ungewohnt! Martina hatte noch Pech und beim Schieben ihrer Hexen F650 kam sie ins straucheln und liess sie umfallen. Sie rollte sich dezent ab und wir halfen ihr beim aufrichten.

Kurz gestärkt mit Süßigkeiten fuhren wir durch Rezekne, ein kurzer Einkaufsstop um etwas fürs Picknick zu einzukaufen, denn unsere Mägen knurrten wieder. Bei Cornaja trafen wir wieder auf Hanna und Volker, die in der Zwischenzeit einen tollen Picknickplatz am Raznas Ezers.

Schnell mal die Gaskocher raus, gebratene Rippchen auf den Rasen, Gemüse, Käse und Wurst. Ein lecker Schmaus. Mittlerweile waren wir auch schon spät dran, kürzten also die Route ab und fuhren direkten, um nicht all zu spät im Dridzicamp anzukommen. Über die P55 und einer Fahrt durch eine fazinierende Landschaft kommen wir näher. Auffällig hier immer wieder, wie verarmt die Menschen hier leben. Lieb wie man sieht, wie die Menschen hier neugierig schauen, als die Gruppe vorbei knatterte und sogar oft winkten. In Dagda noch ein gemeinsamer Tankstop für die ganze Gruppe, Holger und Hans-Peter zog es noch ein bisschen auf die Originalstrecke.
Sie kamen kurz nach uns im Dridzicamp an. Hier warteten zwei Blockhäuser auf uns. Ein unverstellbarer Blick erwartete uns hier direkt von den Hütten die oberhalb vom Dridzisee lagen.
Hans-Peter und ich bekamen von Einheimischen den Tip, das in Skaista ein kleiner Supermarkt sein sollte. Kaum unterwegs fanden wir ihn allerdings nicht und fuhren einfach weiter Richtung Westen. In Kraslava an der Dürna einer kleinen Kreisstadt wurden wir fündig, schnell das nötigste rein und zurück.
Wiedereinmal ein wundervoller Abend draussen. Das vorort gekaufte Mückenspray half hier einmalig ausreichend. Wie jeden Abend eine traumhafte Stimmung unter uns, der laue Sommerabend tat den Rest dazu.

03.06.2010
Dridzi-Vilnius
Grenzwechsel nach Litauen und Anreise nach Vilnius stand an diesem Tag auf dem Programm, wieder eine längere Etappe.
Zuvor verabschiedete ich mich noch beim dem Letten Robert, er sprach ein kleines bisschen Deutsch. Immer wieder schön zu sehen wie die Menschen sich hier die Mühe geben um einem weiter zu helfen.
Wir teilten uns gleich von Anfang an. Dieses mal blieb auch Susanne bei Hanna und Volker. Der Rest der Gruppe überquerte die Dürna (Daugava) zusammen mit mir und wir versuchten hier einen landwirtschaftlichen Weg an diesem großen Strom Dürna zu finden. Oha, nicht gerade einfach, wo wir anfänglich laut der Topografischen Karte auf dem Navi diese dort doch zu finden. Aber wir landeteten irgendwie in einer Waldlichtung zwischen alten Holzhäusern.

Die Suche ging weiter und wir fanden endlich den Einstieg. Es hat schon was, wenn aus dem Nichts am Waldrand eine tolle Kirche auftaucht, das fast unmittelbar am Ufer des Stroms. Der Weg sah nicht einfach aus, aber liess sich mit etwas Konzentration doch gut fahren. Alles war am duften, der Sommer ist endlich da! Die Fahrt ging dann weiter über einen Schotterstrecke bis fast vor Daugava, rauf und runter hin und wieder Kurven, die Geschwindigkeit um die 80-100 km/h im Nebeneinander im Fahren, die Piste gab das her. So schlängelten wir uns dann über die Einbahnstrassen durch Daugava bis wir am Stadtrand auf einem Bahnübergang kamen, ich hörte gerade noch ein Warnsignal und stoppte. Auf der gegenüberliegenden Seite stoppte auch ein Verkehrsbus. Alle vier warteten und warteten wir, die ersten Letten fuhren einfach weiter, uns war unwohl zu mute. Aber wir entschieden für uns einfach drüber zu fahren, weil einfach nach einiger Zeit nichts passierte. Dabei schaut ich in den Rückspiegel und die mittlerweile große Schlange fuhr einfach hinter uns her.

Kurz vor der Grenze trafen wir auf den Rest der Gruppe, nächster Treffpunkt war Zarasai in Litauen. Einige von uns wollten sich aber noch Steimuze anschauen, ein altes Grenzdorf anschauen.

Der Weg dahin war nicht einfach zu finden, wieder traumhafter Schotter der uns dort hinführte, also über die grüne Grenze nach Litauen. Grenzsteine und ein Graben zeugen von der Grenze der beiden Staaten. Eine fazinierende Kirche und sehr gepflegte bunte Häuschen zeigten sich, der Reiseführer hatte Recht.
Zusammenkunft in Zarasai. Die Reise führte uns jetzt in den Aukštaitija Nationalpark Richtung Ignalina. Die Wassermühle in Ginuciai sorgte bei uns für einen Stop mit ausreichender Pause. Einfach schön anzusehen, alles noch sehr altertümlich und das rauschende Wasser sorgte für Kühlung bei der Tageshitze.

Ein junge Frau bediente uns hier und half wo sie nur konnte, denn die Verständigung war hier nicht einfach, aber irgendwie bekamen wir dann doch auf den Teller was wir gerne wollten. Das nächste Stück führte uns nach Moletai. Eine fazinierende Asphaltstrecke, die für Unruhe bei einigen im Magen sorgte. Lang einzusehen und immer wieder dieses Wellen, alles durch den grünen Nadelwald, oben der Himmel in blauer Farbe mit den weißen kleinen Wolken. Ein Wohltat für die Seele.

Letztes Ziel war der Europäische Mittelpunkt nördlich von Vilnius, hier überraschte uns ein Gewitterschauer der uns mal so richtig nass machte, die seit einigen Tagen verstaubten Motorrädern wurde mal der Dreck entfernt.
Den Rest der Strecke nach Vilnius fuhren wir über die A14 in diese schöne Altstadt, hier wartete unsere Unterkunft auf uns.
Unsere Gruppe war reichlich verschwitzt dort angekommen und jeder freute sich auf eine Dusche.

04.06.2010
Vilnius
Motorradfreier Tag
In unserer Unterkunft kam gleich der Kellner bei uns an und fragte, ob uns die Motorräder gehören, er teilte uns voller Stolz mit das er selber eine Enduro fahre und das Land hier sehr viele Möglichkeiten dafür biete. Hans-Peter fragte noch nach einem Motorrad Discounter, wo man noch hintere Bremsbeläge für seine KTM bekommen könnte, denn seine neigten sich dem Ende. Hier gab er sich gleich Mühe und kam mit einem Zettel zurück.

Erster Gang war zur Turistinfo, wir hatten das Glück eine Stadtführung für uns alleine zu bekommen. Allerdings erst am Nachmittag, so hatten jeder für sich Zeit alleine ein bisschen zu schlendern. Susanne wollte noch gerne oben auf die alte Festung, um einen schönen Blick über Vilnius zu bekommen. Auch der politisch freie Stadtteil Uzupio reizte uns, hier hatten einige Künstler ihr Atelier. Dabei schlenderten wir einfach durch die Gassen.

Vor der Kathedrale trafen wir uns alle wieder, um 1400 Uhr erschien Lina, die uns für die nächsten 2 ½ Stunden durch die Stadt führte. Sie erzählte über die Enstehung der Stadt, erzählte wie die Litauer leben und wie sie sich fremden gegenüber verhalten. Wir alle konnten ihr nur gebannt zu hören, es brachte Spaß mit ihr.

Es wurde überhaupt nicht langweilig mit ihr, alleine schon weil sie es mit ihrer liebenswerten Art auch noch mit lustiger Stimmung rüber brachte. Sie lobte uns und sagte, das sie lange keine so wissbegierige Gruppe hatte. Es brachte ihr sichtlich Spaß mit uns. Aber anderes herum war es genauso. Die Kehlen waren trocken und wir mussten erstmal den Durst mit Gerstensaft löschen.
Den Abend verbrachten wir in einem netten Restaurant mit typsich lettischer Kost, Vodka und Bier.

05.06.2010
Vilnius-Vente
Schweiß und Tape Day
Abfahrt aus Vilnius, am Stadtausgang noch schnell an Tankstelle und alle Mopetten befüllen. Dieser Tag war wieder mit so einer Monsteretappe geplant, anders wäre aufgrund der Rundtour diese nicht möglich gewesen.
Erstes Tagesziel war Trakai, ein alte Burg auf einer Insel nordwestlich von Vilnius. Trakai liegt nicht weit von Vilnius entfernt und kurz davor wurde die Gegend auch schon wieder sehr ländlich, leicht hügelig und mit vielen kleinen traumhaften Seen durchsetzt. Susanne und ich kannten die Burg von vor 3 Jahren schon, aber für den Rest des Trupps ein tolle Abwechslung. Die Burg ist ja nun mal ein absolutes Prachtstück und gehört einfach zu einem Besuch in diesen Land. Von weiten sahen wir schon wie wirklich Menschenmassen aus den Bussen ausgekippt worden sind. Über die Brücke, die zur Burg führt war ein Schwall von Menschen zu sehen. Naja, es war Sonntag, das darf man nicht vergessen.

Hans-Peter und Holger blieben bei den Motorrädern, weil noch etwas zu reparieren war. Der Kettenoiler arbeitete nicht 100% an der KTM, das Problem war aber schnell behoben. Meine bessere Hälfte und ich hingegen wollten uns noch mal den Ort näher anschauen und entdecken einiges mehr wie damals. Der Ort hat sich sehr touristisch entwickelt. Die Einheimischen haben einen Teil ihrer Gärten als Parkflächen umgebaut und man zahlt 6 Lits für einen Besuch. Die damals verfallenen Häuser waren heute zum größten Teil renoviert und in hübsche Farben getüncht. Aber hin und wieder sah man noch die alten typischen Litauer, die in ihren urigen Holzhäusern wohnten. Jede Baulücke mit Seeblick wurde mit neuen Häusern verbaut. Alles ein Teil der Wandlung in diesem Land.
Die Zeit verging schnell und wir mussten sehen, das wir Kilometer machen, denn das nächste Ziel Vente am Kuhrischen Haff war noch weit entfernt. Über Aukstavaris, Birstonas kamen wir nach Prienai. Eine Gegend mit viel Getreidenanbau, seichten flachen Hügeln. Trotz der breiten Strasse immer wieder schön anzusehen.

Ein Teil der Gruppe wollte vor Kaunas das südliche Memelufer befahren um noch ein letztes mal auf Schotter fahren zu können. Martina, Hans-Peter und Holger namen den südlichen Teil in Angriff und wir den nördlichen Teil. Unsere Stadtführern Lina aus Vilnius gab uns hier noch einen Tip mit der Burg bei Raudone kurz vor Jurbakas. Die Memel (Lit.:Nemunas) strahlt einen gewissen Flair aus, ein breiter Strom der sich im Kuhrischen Haff ergiesst. Treffpunkt beider Gruppen war für Jurbakas ausgemacht.
Zu viert pöddelten wir gemütlich der Memel entlang und genossen hier und da bei kleinen Pausen diese wundervollen Ausblicke. Die Backsteinburg Raundo lag oberhalb der Memel. Eine Turmbesteigung für 2 Lits bot sich einen traumhaften Ausblick auf den großen Strom. Kurz in hinter Jurbakas dann ein Anruf von Martina ! Normalerweise wären wir langsamer gewesen, aber am vereinbarten Treffpunkt war noch kein anderer da. Irgendwie hatte ich ein mulmiges Gefühl.

Tatsächlich ist was passiert, Martina hat sich auf einer Schotterpiste bei ca, 100 km/h mit ihrer F650 überschlagen. Glück im Unglück, sie kam ins schlingern nach einer Bodenwelle mit dem ganzen Gepäck. Das Motorrad flog nach links und sie nach rechts in einen Schilfgürtel. Da sie hinten fuhr konnten die anderen das nicht sehen. Irgendwie war ein Bauer da, der sie aus dem Schilf zog. Die Geschichte erzählt aber Martina selber weiter:

— Teiletappe von Kaunas nach Jurbarkas westlich der Memel entlang

Wir, Holger , Hans Peter und ich, trennten uns auf der A5 kurz vor der Brücke über die Memel nach Kaunus von der Gruppe, um den westlichen Naturteil an der Memel auf Schotter und Waldwegen zu fahren.
Als wir die A5 an der letzten Ausfahrt vor der Memel-brücke verliessen, sahen wir noch unsere Gruppe über uns in Richtung Kaunas fahren. Wir fanden sofort einen Einstieg in Form einer geschotterten kleinen Strasse und fuhren wunderschön direkt an der Memel entlang unterhalb der ausgeschilderten Strasse P140 in Richtung Zapyskis. Uns trennte von der Memel, die wir gut rechts von uns sehen konnten, nur ein ca 50 – 100m breites blütengetränktes Grasland. Das Dorf Zapyskis besteht nur aus ein paar Häusern, der Schotterweg mündete in einen gut zu fahrenden Feldweg. Dann kam die erste Herausforderung: eine ca 50 m lange Wasserdurchfahrt, nicht tief … aber eben lang! Mit einer spritzigen Bugwelle durchquerte ich sie , das Wasser schoss mir in die Hose und lief triefend in die Stiefel. Was für ein Spass , es war warm und so hielten wir später nur kurz an , um die Stiefel zu entleeren. Weiter ging es in Richtung Mikytai. Kurz darauf ging der schöne Feldweg in ein relativ neu geteerten Strassenabschnitt über. Dieser liess sich wunderbar fahren und wir genossen die Aussicht auf die Memel sowie auf der gegenüberliegenden Seite Orte und Burgen. In Mikytai fuhren wir von der geteerten Strasse runter und suchten uns einen unbefestigten Weg , um weiter direkt an der Memel entlangzufahren. Wir fanden wieder einen schönen Feldweg , ab und zu kam mal ein Haus und jedesmal freuten wir uns, dass der Weg doch weiterführte. So ging es dann bis Krukai . Direkt hinter den 4 Häusern von Krukai führte uns der Weg sehr schmal nur noch durch Grasland und dann ging es plötzlich steil einen Hang hinauf. Die Auffahrt wurde durch tiefe Regenwasserauswaschungen und herumliegende Steine erschwert, aber nach drei Kurven waren wir plötzlich oben auf der Ebene und sahen 150 m weiter eine wunderbare Schotterpiste. Super, wir stellten fest, dass wir kurz vor Kubilai waren und die Piste nun direkt bis nach Kiduliai führt, wo wir über die längste Brücke dann die Memel nach Jurbarkas queren konnten.
Holger und Hans Peter fuhren vor und ich schloss mich an, denn ich halte hier und da doch mal für ein Foto an. Die Piste war super zu befahren und ich gab Gas. Dann passierte es bei Tempo 120 , ein Stein schlug mir hart an den rechten Fuss und die BMW kam ins schlingern. Alle Versuche das Motorrad aufzufangen misslungen, nach gut 25 m schlingern stellte sich das Motorrad quer und ich schlug hart auf der Piste auf. Nach mehrfachem überschlagen kam ich auf dem Rücken im Schilfgras neben der Piste zu liegen. Ich lag da und dachte : Oh mein Gott und sah in den Himmel, konnte mich nicht bewegen. Da hörte ich einen Trecker kommen, anhalten und Schritte zu mir. Ein litauischer Bauer beugte sich über mich und sprach mich an. Ich streckte ihm meine Arme entgegen und er half mir hoch und trug mich zum Motorrad. Da wir uns nicht sprachlich verstanden fuhr er weg. Nach 5 minuten kam er mit einem Auto, seiner Frau und seinem Sohn wieder. Die Frau namens Odeta sprach etwas Deutsch, der Sohn Englisch und so konnten wir uns verständigen. Sie stellten mein Motorrad auf , ich sah den um 90 Grad abgenickten Stahllenker, der linke Koffer lag im noch im Schilf , mein Körper fing nun an zu schmerzen und dann kamen Holger und Hans Peter angefahren. Sie hatten mein fehlen bemerkt. Wir unterhielten uns aufgeregt und es stellte sich herraus, dass die Familie von Odeta eine Werkstatt am Haus habe. Ich wurde ins Auto gesetzt mitsamt aller Sachen und der 16jährige Sohn fuhr mein kaputtes Motorrad. Alle gemeinsam zu dem Hof der Familie und ich war sprachlos: Mit einfachen Mitteln in ihrer Hofwerkstatt wurde begonnen ! Die Männer machten sich über mein Motorrad her und ich ging mit Odeta ins Haus um meine Wunden zu verbinden.

Mein Notfallpaket war schnell zur Hand und als Krankenschwester traute ich mir eine Selbsteinschätzung zu. Odeta umsorgte mich sehr lieb und half mir in Allem sehr. Nach einer Stunde war alles klar: das Motorrad wieder soweit hergerichtet und ich mit Hilfe von Tabletten und Verbänden fahrfähig . Nach vielen vielen Dankeschön, dem Austausch von Adressen und Fotos von Allem beschlossen wir bis nach Jurbakars zu fahren, da wollte ich entscheiden ob es weitergeht oder ich einen Arzt aufsuche. Wir verabschiedeten uns voller Tränen von diesen liebevollen Menschen, nicht ohne zu versprechen, sie zu besuchen !

Die Fahrt ging vorsichtig weiter über eine gut ausgebaute Schotterpiste bis Kiduliai. Dort fuhren wir über die längste Brücke der Memel. Und dort sah ich mitten auf der Brücke eine Hochzeitsgesellschaft, was mich alle Schmerzen vergessen lies. Anhalten und Fotos machen , die Braut und ihr Bräutigam freuten sich so sehr, sie wollten unbedingt neben meinem verschmutzten Motorrad fotografiert werden. Dabei erklärten sie mir, dass es Usus ist, dass der Bräutigam seine Braut 1 x komplett über diese lange Brücke trägt.

Nach Überquerung der Memel fuhren wir in Jurbarkas auf eine Tankstelle, informierten unsere Gruppe über den Fortgang und setzten die Fahrt nach Vente Ragas zum Campingplatz fort.

Nach dem Schock trafen wir die Absprache, das wir weiterfahren sollten. Uns allen war nicht gut zu mute. Eine große Pause wollten wir in Mockiskiai in einem kleinen Truckergasthof machen. Dieser hatten leider zu, aber im Hinterhaus befand sich ein Kaufmann, schnell ein bisschen das nötigste eingekauft, weil uns sie Erfahrungen sagten, das wir auf den Campingplätzen nichts bekommen, das sollte sich später aber noch anders erweisen.

Die anderen Drei waren auch nur kurz später nach uns am Campingplatz. Die drei Hütten waren optimal. Ein super Blick auf das Kuhrische Haff, nur Mücken ohne Ende. Der Himmel war schwarz und man konnte das Summen einfach nicht überhören. Das Restaurant hatte geöffnet, nettes ortsübliches Essen, wir kamen auf unsere Kosten. Ein wundervoller Sonnenuntergang über der kuhrischen Nehrung liess den Abend trotz des Zwischenfall sanft ausgleiten. Wichtig war, das Martina wohlauf war und nicht mehr passiert ist.

06.06.2010
Vente-Nida
Zum Glück hatten wir nicht so eine Nacht gehabt, wie wir zusammen erst vermutet hatten, die Hütten waren schon am Vorabend gut runtergekühlt und wir konnten wirklich gut schlafen. Aber das die Mücken nicht über uns hergefallen sind, grenzt an ein Wunder.
Jedenfalls lachte uns sie Sonne wieder an, jeder hatte morgens so seine Zeit wo er schon für alle irgendwas gemacht hatte. Als ich aus der Hütte kam, wo Susanne und Holger noch schliefen war schon eine angenehme Wärme zu spüren. Das erste Kaffeewasser brodelte schon auf dem Gaskocher, der tolle Blick über das Haff auf die Kuhrische Nehrung war schon etwas besonderes.

Die seit den ganzen Wintermonaten vermisste Sonnenwärme auf der Haut, liebe Menschen um sich herum, eine ausgelassene Freude aller um sich herum verbreitet nur Wohlsein, auch 11 Tage Urlaub können einen richtig vom Stress abbauen lassen.
Schnell waren einige Bänke zum Kreis zusammen gestellt, zwei Alukoffer bildeten den Tisch. Die Lebensmittel waren wie immer verteilt bei allen. Jeder hatte so seine Griffe. Die Truppe brauch so seine Zeit bis sie abfahrfertig ist, nie musste gewartet werden.

Martina hatte die Nacht nach Ihrem Abflug auch verhältnismäßig gut überstanden und wurde neu verbunden und getapt. Zum Glück hatte sie Medikamente gegen die Schmerzen mit.
Ihre F 650 hatte wirklich ganz schön gelitten, ich sah den richtigen Schäden erst am Morgen nach dem Frühstück. Zum Glück ist nicht mehr passiert.

Zur gewohnten Zeit kamen wir auch los. Adieu Vente. Wir pöttelten die aphaltvariante über Kintai, Sakuciai nach Priekule. Einfaches schönes Deltaland, welches durch die hoppelige Strasse geteilt wurde. Die Stadt Klaipeda kam näher und sehr schnell gelangten wir über zur Fähre auf die Nehrung, mit 126 Lits für alle 7 Personen konnten wir passieren.

Einige waren schon ganz schön aufgeregt, sie wußten ja nicht welche landschaftliche Sanftheit und Schönheit sich ihnen dort offenbaren würde. Die Nehrung hat einen ganz gewissen Flair und vermittelt eine ganz gewisse Ruhe und Intensität des in sich gehens. Susanne und ich kannten das auch schon von vor 3 Jahren.

Mit der Fähre angekommen rollten runter. Schnell mal rechts mit einigen prozenten Steigung hinauf. Susanne und ich sagten den anderen schon, das es eine nicht gerade unkomplizierte Anfahrt werde. Nicht wegen der Strecke, sondern über 40 Kilometer bei bei 40-50 km/h.
Ich war dennoch verwundert, meist durften wir mit 70 km/h fahren, mal 50 in engen kurven aber auch mal die in Litauen üblichen 90. Das ging natürliche einiges schneller. Ein Stop an der Mautstelle und für 10 Lits durften wir die Schranke dann passieren.
Der erste Ort war Juokrante, die Erinnerung war schnell wieder da, die tollen bunten Häuschen kamen ins Gedächtnis, hier und da ein Schild mit den Fischgeschäften, die man mit Zuvis erkannte. Für wenig Geld konnten man hier Räucherfisch kaufen.
Von Perwalka und Preila erkannten wir nichts, da wir über die Strasse durch die Kiefernwälder fuhren. Dann endlich Nida. Zuvor wollten alle noch einmal zur Russischen Grenze fahren, einfach mal schauen wie es dort aussieht. Zu erkennen war wenig, halt wie damals vor der Wende in den Osten rüber. Naja, gut zu wissen, wie es dort aussieht, es ist manchmal ein Kopfsache wenn man eine Reise plant, wie es dort aussieht. So ist es jedenfalls bei mir.
In Richtung Camping Nida war die Auffahrt in Richtung Aussichtspunkt über die Düne. Oben angekommen stand etwas ähnliche wie ein Obelisk, halt mit Runen bedeckt, die Winterzeit und Sommerzeit, sowie Sonnen und Mondwende anzeigten. Leider in einige Stücke zerbrochen wie damals auch schon. Ein steinernde Sonnenuhr davor rundete das Bild ab.

Immer noch tolles Wetter und weite Sicht, für einige Zeit hatten wir den Platz dort oben fast für uns alleine und konnten die Sicht über Nida und die große weiße Wanderdüne geniessen. Hans-Peter sagte schon, mensch das ist ja fast wie in Marokka, wenn das viele Wasser nicht drumherum wäre.
Einige Zeit verbrachten wir dort oben in der Sonne und genossen die Luft und die Ruhe.
Eine Motorradgruppe aus Ostholstein rief zum kurzen Klönschnack, gegenseitig machten wir von uns Gruppenfotos und irgendwie gegen 14:00 Uhr machten wir uns alle auf den Weg zu unserer Unterkunft. Hans-Peter leistete zu Hause seine gute Vorabeit und es durfte keine Schwierigkeiten geben, das zu finden. Die Pension Prie Mariu lag am anderen Ende von Nida und konnten wir in langsamer Fahrt den Ort schon geniessen.
Sofort wurden wir dort von der Eigentümerin auf das Liebste begrüßtet, sie kam uns mit einem Lachen entgegen und für uns kam das Gefühl auf, das man sich wie zu Hause fühlte. Erstmal ein Bier draussen auf dem Tisch. Mensch hatte wir das gut ausgesucht, direkt am Haff gelegen, Blick auf das Wasser, ein angenehmer flauer Wind. Auch das paßt wieder zur Reise. Das kühle Bier zischte richtig, wie es die Kehle hinunter lief.
Anschliessend bezogen wir die Zimmer, die Dusche rief. Die Wirtin fragte, ob wir gegen 1900 Uhr mit Essen wollten. Keine Frage für uns, es gibt nichts besseres als Hausmannskost. Hausgemachte Salate, frischen Dorsch mit Kirschkompott. Vorweg eine Sauerampfersuppe mit dem Grün aus ihrem eigenen Garten.

Die Zeit dazwischen nutzen wir zu einem Bummel durch den Ort, vorbei am Thomas Mann Haus, die tollen bunten Holzzeichen, die die Fischer damals auf ihren Masten hatten. Daran erkannte man seinen Reichtum in der Art der abgebildeten Zeichen.

Im Ort entlang des alten Fischerdorfes. Die Promenade entlang am Hafen. Einfach tolle Stimmung. Die Frauen schnüffelten im Bernsteinschmuck, vielleicht ist ja ein Schnäppchen zu machen, wie Susanne und Hanna mir anschliessend mitteilten.
Ein schönes Gefühl zu sehen, wie die alten Segler dort ruhig über das Wasser glitten, hier und da ein paar Schwäne und Stare.
In Prie Marie angekommen wurde der Durst erst einmal wieder gelöscht. Dann rief die Wirtin zu Tisch. Das Essen war wunderbar.

Den Abend verbrachten wir draussen auf den Bänken und Tischen, irgendwie waren wir Motoradfahrer für die anderen Hausgäste anziehend, vielleicht ist es noch der Hauch von Abenteuer der uns steckt. Abends saßen wir über unseren allabendlichen Bildern vor dem Schlaptop, dazu untermalte Musik und die anderen kamen ins Stauen. Der Abend glitt mit Bier, Vodka und lieben interessanten Gesprächen mit dem Wirt aus.

07.06.2010
Nida-Klaipeda
Am Morgen sind wir in aller Ruhe aufgewacht, es ist der eigentlich letzte Tag unserer Reise, wo wir uns im Baltikum aufhalten. Unsere lieben Gastleute in der Prie Mariu Pension sorgten auch an diesem wundervollen milden warmen Morgen für tolles Frühstück. Hier und da ein paar nette Worte. Eine kurze Abstimmung unter allen Beteiligten, denn die Frauen wollten einfach noch ein bisschen Schmuck mit Bernstein am Hafen unten in den bunten Häuschen von Nida kaufen.
Wir verabschiedeten uns von den Gastgebern und brummelten gemütlich in Zentrum von Nida. Parkten vor einem Lokal, die Männer auf ein Eis und die Frauen zum Schmuckshoppen.
Ausgelassen und entspannt fühlten sich alle, ein wundervolle Stimmung unter den Leuten über die ganze Zeit. Es ist einfach schön solche Freunde zu haben, mit denen man absolut stressfrei reisen kann. Jeder kam auf seine Art auf seine Kosten. Nachdem die Frauen wieder mit freudigen Augen zurück kamen und kleine Schmucktütchen in ihren Händen hatten starten wir auf den letzten Abschnitt dieser Reise. Es waren nicht mehr viele Kilometer bis auf die Fähre nach Klaipeda, zuerst mussten wir allen Dings von der Kuhrischen Nehrung runter. 43 Kilometer bis zur Fähre, die uns nach Klaipeda bringen sollten.
Wir waren uns ein bisschen unsicher, ob wir den Maut noch einmal bezahlen mussten, das war aber nicht der Fall.
So schifften wir auf der kleinen Fähre ein und diese tuckerte über den Hafen auf das andere Ufer. Dann durch die Innenstadt durch.
Eine grünblinkende Ampel liess mich die Überlegung anzustreben zu Bremsen, damit die ganze Gruppe zusammen bleibt. Martina schoß rechts vorbei, Hanna hatte das anders interpretiert und schoß geistesgegenwärtig links an mir vorbei. Das hätte übel ausgehen können, aber alle sind durch die letzten vielen Tage auf das Gruppenfahren trainiert. Klappt ja wunderbar.
Dann hinein in den Fährhafen. Martina und Hans-Peter checkten als Erste ein, dann Hanna und Volker, das ging alles reibungslos.
Nun denn, Susanne, Holger und ich waren die Nächsten. Das lief nicht so rund, für Susanne wurden die Essenskarten nicht bereitgestellt und sie musste tatsächlich an den Schalter im Hause. Was für eine Schlange dort!Eine irre Hitze und richtig schwül war es dort. Eine Frau meinte sich vordrängeln zu müssen, da kam es zum Tumult. So warteten wir fast 30 Minuten, nur um an das Ticket zu kommen. Anschliessend endlich in das Schiff, dieses mal mit der Lisco Maxima und wir mussten über einige Decks runter zum 1. Deck. Die Laschgurte sahen dieses mal sehr gut aus.
Die Hitze dort unten war sehr hoch, wir quälten mit dem Gepäck nach oben. Dann war erst einmal eine Dusche zum abkühlen dran. An Bord trafen wir uns, machten uns einen gemütlichen Abend und gegen 23:00 Uhr schwangen wir uns in die Heia.

08.06.2010
Ankunft in Kiel
Jeder liess die Reise Revue passieren auf der Reise, alle waren begeistert und irgendwie merkte man Traurigkeit in der Stimmung, einfach weil alles zu Ende ist. Pünktlich um 1200 Uhr kamen wir nach Kiel, ein letztes mal Abschied nehmen, bevor wir uns in alles Himmelsrichtungen verloren. Gedanklich sind wir aber alle noch beieinander, dafür war die Reise einfach zu schön.

Fazit 2100 km Strecke, davon fast 500 km Schotter für einige. Interessante Länder, die einen reizen dort wieder hinzufahren, es wird nicht das letzte mal gewesen sein.

3 Responses

  1. Schepp
    Schepp / 1-7-2011 / ·

    Mensch Carsten,
    der Vortrag ist Dir wirklich gut gelungen.
    Schade dass es mit der Beschallung nicht so gut geklappt hat.
    Aber dafür waren die Bilder, Filme und Deine Erklärungen um so besser.

    Gruß aus Kiel

    Heinz

  2. Mimoto
    Mimoto / 6-23-2010 / ·

    Hallo sieben,

    das nenne ich aber mal eine schöne Reise!

    500km Schotter, das ist nichts für Gebissträger gewesen. 😉

    Wenn Ihr wollt verlinkt sie auch im Reiseforum, siehe Homepage!

    Viele Grüße
    Michael/mimoto

    1. schraeuble
      schraeuble / 8-2-2011 / ·

      Hej Michael,
      sorry…ich melde mich ja reichlich spät. Irgendwie ist das leider in Vergessenheit geraten. Moni hatte mich noch mal auf dich Aufmerksam gemacht.
      Wenn du verlinken möchtest gerne.

      Ja die Tour war irre. Einige Strecken waren richtig gut zum Zähneklappern. Leider auch schon wieder ein Jahr her.

      Greetings from Kiel
      Carsten

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